Fehmarnsundbrücke

Das Wahrzeichen von Fehmarn - Die Fehmarnsundbrücke

Die Entstehung der Fehmarnsundbrücke hat eine lange Geschichte. Bereits im Jahr 1863 wurde der dänischen Regierung durch den Ingenieur Gustav Heinrich Adolf Kröhnke Pläne für eine Eisenbahnbrücke über den Sund vorgestellt. Diese Brücke gehörte zu einem tollkühnen Projekt in dem eine Eisenbahnlinie von Hamburg nach Kopenhagen gebaut werden sollte. Gustav Kröhnke plante den Verlauf der Strecke parallel zur Strecke die die Vögel beim Zug in den Süden nahmen, daraus entstand der spätere Name Vogelfluglinie.

Der deutsch-dänische Krieg von 1864 vereitelte die Umsetzung. Die Insel Fehmarn wurde preußisch und in Folge der Reichsgründung im Jahr 1871 eine deutsche Insel. Die oberste Preußische Zivilbehörde nahm die Pläne wieder auf und erteilte einen erneuten Auftrag die Linie zwischen Hamburg und Kopenhagen zu errichten. Auch dieses Unterfangen wurde durch den deutsch-französischen Krieg von 1870 gestoppt.

Erst am 9. Dezember 1921 wurde im Preußischen Landtag der Bau der Bahnstrecke verabschiedet. Mittlerweile war allerdings das Interesse in Dänemark nicht mehr vorhanden. So dauerte es bis zum 8. April 1941 bis auch in Dänemark der Bau der Eisenbahnstrecke bewilligt wurde. Der 2. Weltkrieg änderte alles. Die Reichsbahndirektion Schwerin sollte nun eine Eisenbahnstrecke über die Insel Fehmarn bauen, die als Verbindungselement einen Deich beinhaltete. Am 4. September 1941 wurde der symbolische erste Spatenstich durch den Reichsminister für Bewaffnung und Munition Dr. Fritz Todt gemacht und das Projekt Volgelpfluglinie konnte beginnen. Es wurden in den Folgejahren lediglich einige Viadukte im Streckenverlauf fertiggestellt.

Bis zum Bau der Fehmarnsundbrücke sollte es noch bis in das Jahr 1960 dauern. Die Fehmarnsundbrücke wurde nach 3 Jahren Bauzeit am 30. April 1963 eingeweiht. Entgegen der ursprünglichen Vorgaben wurde sie als eine Verkehrsbrücke mit Bahnnutzung ausgelegt. Von den 21 Metern Breite wurden 6 Meter für die Bahnnutzung freigegeben, der restliche Teil wurde zu einer Straßenbrücke für den privaten und gewerblichen Verkehr. Die Brücke misst nach ihrer Fertigstellung 963 Meter Länge, hat eine Bogenhöhe von 45 Metern über Fahrbahn und eine Durchfahrtshöhe für den Schiffsverkehr von 23 Metern über NN. Die Netzbogenbrücke wurde von der Gutehoffnunghütte in Oberhausen Sterkrade entworfen. Seit 1999 steht die Fehmarnsundbrücke unter Denkmalschutz und ist im Laufe der Zeit zu einem Wahrzeichen der Insel Fehmarn, als auch für das Land Schleswigholstein geworden.


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