Fehmarn Surfspots

Surfspots und Surfen auf Fehmarn

Die Ostseeinsel Fehmarn bietet aufgrund der sehr guten Wetter- und Windbedingungen ideale Bedingungen zum Surfen und Kiten. Dabei zählen einige der Surfspots zu den schönsten und abwechslungsreichsten in Europa. Dank des in vielen Bereichen nur stehtiefen Wassers, sind viele Spots auch für Anfänger gut geeignet. Aber es kommt nicht nur auf die Surfplätze an, sondern auch die Unterkunft und die Lagermöglichkeiten für die Ausrüstung sind wichtige Kriterien für ein gutes Surfgebiet. Auch unter diesen Gesichtspunkten hat Fehmarn einiges zu bieten. An den Surf- und Kitespots gibt es in der Regel geeignete Stellplätze für Reisemobile, Toiletten sind vorhanden und Unterkünfte speziell für Wassersportler findet man rund um die Insel verteilt. Also ideale Bedingungen für einen unbeschwerten Urlaub mit Wassersportgerät. Kommen wir aber nun zu den bekanntesten Surf- und Kitesports auf Fehmarn:

Gold

Gold ist ein stark frequentierter Spot direkt an der Orther Reede. Er liegt links von der E47 am Ende der Fehmarnsundbrücke. Wer einen guten Stellplatz ergattern möchte sollte früh morgens anreisen. Der Spot ist bei fast allen Windverhältnissen nutzbar. Einzige Aussnahme ist Ostwind. Gold ist ein typisches Stehrevier lediglich weiter draußen gibt es zwischen Orth und Gold ein paar Löcher, dadurch ist das Gebiet gut für Anfänger geeignet.

Kitesurfer haben einen eigenen Spot 200 Meter rechts am Deich, der durchgängig Stehbedingungen bietet. Der Strand dient zum Anblasen und Launchen. Der Deich im Gold ist an den Seiten mit großen Steinen befestigt. Daher sollten Kiter hier besonders achtgeben.

Altenteil

Der Spot in Altenteil liegt direkt am Campingplatz Fehmarnbelt. Dort steht ein großer Parkplatz zur Verfügung. Auch hier gilt, früh aufstehen, sonst wird es mit dem Parkplatz eng. Bei Nordwestwind findet man an diesem Spot Wellen bis 2 Meter Höhe. Altenteil bezeichnet sich auch als Wafespot von Fehmarn. Die Wellen brechen sehr langsam und laden zu Sprüngen ein. Die Strömung verläuft leicht in Richtung Puttgarden. Bei Ostwind sind die Wellen erheblich niedriger um die 1 Meter, allerdings auch häufig steil und mit sehr kurzen Amplitudenabständen. Das Revier eignet sich für Anfänger, da die Wellen meist eher flach und gleichmäßig sind.

Altenteil ist ein Kitespot für bessere Fahrer, Anfänger sind hier meist überfordert. Das Wasser ist direkt ab Strand sehr tief. 200 Meter neben dem Parkplatz wird angeblasen und gelauncht.

Orth

Direkt an der Nordwestspitze der Orther Reede findet man zwei Surfspots. An der Ostseite findet man ein ausgedehntes Stehrevier für Anfänger, Freerider und Freestyler. Eine Besonderheit sind die Reusen im Wasser, diese sind mit kleinen schwarzen Fahnen gekennzeichnet . Bei ablandigem Nordostwind bietet dieser Spot eine hervorragende Alternative zu den Spots in Gold, Lemkenhafen und Strukkamp. Die Westseite biete ebenfalls perfekte Flachwasserbedingungen. 300 Meter in Richtung Leuchtturm gibt es eine ausgedehnte Sandbank an der sich die Wellen brechen. Viele Surfer sprechen von der Ostseekaribik. Kitesurfer haben den Spot auf der Ostseite und können zum Anblasen und Launchen den gesamten Strandbereich zwischen Orth und Gollendorf nutzen.

Lemkenhafen

Der Spot in Lemkenhafen liegt in Richtung Neuhof/Gollendorf genau an einer Rechtskurve Ortsausgang Neuhof. Kiten ist hier nicht mehr möglich. Aufgrund von vielen Zwischenfällen im nahen Naturschutzgebiet wurde das Areal für Kitesurfer komplett gesperrt. Für Surfer bleibt ein prima Stehrevier.

Strukkamp

An der südöstlichen Spitze der Orther Reede liegt Strukkamp. Der Spot liegt direkt am Campingplatz und bietet kostenlose Parkmöglichkeiten. An diesem Spot ist die Surfschule Charchulla beheimatet. Strukkamp bietet Möglichkeiten für alle Leistungsklassen. Die ersten 150 Meter ab Strand sind perfekt für Einsteiger geeignet. Hier ist das Wasser flach und bei allen Westwinden schön glatt. Ab der 150 Metermarke fällt der Meeresboden steil ab und es bricht sich eine 1 Meter hohe Welle. Wellensteiger kommen hier voll auf ihre kosten. In Strukkamp sollte man darauf achten, nicht zu weit nach links abzudriften. Hier beginnt das Fahrwasser des Fehmarnsund mit starker Strömung.

Für Kiter ist dieser Spot gesperrt. Ausweichadresse ist hier Gold.

Grüner Brink

Der Grüne Brink befindet sich links neben Puttgarden an der Strasse in Richtung Gammendorf. Die Ausfahrt ist mit einem Schild Badestrand Grüner Brink gekennzeichnet. Es gibt Stellplätze für Wohnmobile und PKWs. Der Surf- und Kitestrand befindet sich 300 Meter rechts vom Badestrand. Der linke Teil des Grünen Brink ist Naturschutzgebiet und für alle Wassersportler tabu. Gestartet wird direkt vom Naturstrand. Der Grüne Brink gilt als Topspot bei Nordostwind. 200 Meter vom Strand entfernt befinden sich Sandbänke wo sich die Wellen brechen. Bei guten Bedingungen laufen hier die Wellen sehr sauber und erreichen eine Höhe von 2 Metern. Das Wasser hat eine Tiefe von ca. 1 Meter. Das Revier bietet prima Bedingungen sowohl für Einsteiger als auch für Profis.

Der Spot wird gern von Kiteschulen genutzt. Allerdings sind Anfänger hier meist überfordert. Ein Abdriften zum Badestrand zieht harte Strafen durch den DLRG nach sich. Für erfahrene Fahrer bietet der Spot klasse Bedingungen besonders im Bereich der Sandbanken.

Teichhof

Teichhof liegt auf Fehmarn in Richtung Puttgarden. Am Ostende von Puttgarden rechts Richtung Wenkendorf. Direkt an den Campingplätzen gibt es einen kleinen Parkplatz. Das Equipment muss noch 200 Meter bis zum Strand getragen werden. Bei Nordwest- und Nordostwind ist Teichhof die perfekte Alternative zu Altenteil bzw. Grüner Brink. In Teichhof fehlt eine richtige Sandbank, daher brechen sich die Wellen erst direkt am Ufer. Erst weiter draußen findet man bis zu 2 Meter hohe Wellen, die zum Springen oder Abreiten einladen. Für Einsteiger ist der Spot ungeeignet.

Wulfener Hals

An der Südostseite Fehmarns liegt der Spot Wulfener Hals. Man erreicht den Spot hinter der Sundbrücke rechts und dann in Richtung Avendorf. Direkt am Campingplatz Wulfener Hals gibt es Parkmöglichkeiten. Das Revier ist ein Binnenrevier mit Zugang zur Ostsee. Entsprechend ruhig und flach ist das Wasser. Anfänger und Aufsteiger finden hier optimale Bedingungen vor. Ein Abdriften ist nicht möglich. Bei West bis Nordwest als auch bei Ost bis Südost Wind findet man ein Spot zum perfekten Gleiten vor. So können Fortgeschrittene gefahrlos komplizierte Manöver üben.

Kitesurfer kommen am Wulfener Hals erst nach 19:00 Uhr auf ihre Kosten. Tagsüber ist der Spot von Surfschulen und Surfern stark frequentiert.

Bojendorf

Der Spot Bojendorf liegt im Westen Fehmarns und ist über zwei Wege erreichbar. Über den Campingplatz Strandcamping Wallnau oder am Deich in Bojendorf. Dort gibt es einen Parkplatz direkt am Vogelschutzgebiet. Bei Süd- und Südwestwind werden die Wellen 2 Meter hoch und bieten gute Bedingungen für Wellenfänger. Vorsichtig sollte man bei der starken Strömung in Richtung Norden sein.

Kitesurfer sollten in Bojendorf etwas erfahrener sein. Der Strand fällt recht steil ab, und es gibt sehr viele Badegäste.

Püttsee

Püttsee erreicht man von der Fehmarnsundbrücke gesehen rechts in Richtung Orth. Kurz vor Sulsdorf geht es links ab nach Püttsee. Am Stand ist ein Parkplatz vorhanden. Gestartet wird vom Naturstrand. Bei Südwestwind herrschen hier die besten Bedingungen, dann brechen sich bis zu 2 Meter hohe Wellen an den vorgelagerten Sandbänken. Sowohl für Surfer als auch für Kiter ist Püttsee ein Geheimtipp. Der Spot ist nicht überlaufen, so gibt es viel Platz für Freestyle und zum Experimentieren.

Niobe

Niobe findetman links von Puttgarden an der Landstrasse in Richtung Gammendorf. Das Schild Niobe-Denkmal liegt direkt an der Zufahrt. Es gibt in Niobe einen kostenlosen Parkplatz, allerdings muss das Material ein Stück weit getragen werden. Die besten Bedingungen herrschen bei Ost- bis Nordostwind. Der Spot ist in etwa vergleichbar mit den Grünen Brink. Die Wellen brechen allerdings etwas unsauberer, so dass das Wasser etwas krabbelig ist. Weiter draußen gibt es allerdings so manche schöne Rampe. Der Spot ist nicht überlaufen und bietet daher viel Platz zum Surfen und Kiten. Für Anfänger ist Niobe nicht ganz optimal, da der Strand sofort steil abfällt. Kiter sollten auf die rechte Seite ausweichen, da der Strand links mit einem Verbot zum Drachensteigen versehen ist. Niobe ist kein Stehrevier und bleibt daher den Fortgeschrittenen Sportlern vorbehalten.

Westermarkelsdorf

Westermarkelsdorf liegt von der Fehmarnsundbrücke kommend direkt rechts in Richtung Landkirchen. Der örtliche Parkplatz bietet Platz für Wohnmobile, allerdings versperrt eine Schranke den direkten Zugang zum Strand. Das Material muss also getragen werden. Bei Südwestwind seid ihr hier genau richtig, dann schieben sich die größten Wellen der Insel an den Strand. Aber dieser Spot verlangt schon einiges an Fahrkönnen. Neben den tollen Wellen gibt es schon nach 300 Metern eine starke Strömung. An besonders guten Tagen ist die Brandung optimal und verbreitet Hawaifeeling. Fortgeschrittene Kiter kommen hier auch auf ihre Kosten. Gelauncht und Angeblasen wird direkt am Strand.